Frauen: In Neubrandenburg knapp unterlegen

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Mit kleiner Truppe fast erfolgreich

Am vergangenen Sonntag mussten die Frauen nach Neubrandenburg. In der WEBASTO-Arena unterlagen die Frauen jedoch denkbar knapp nach ausgesprochen gutem Kampf mit 22:21. Das entschied sich auch erst in der letzten Minute.

Doch der Reihe nach. Nach dem Anpfiff erwischten die Warnowstädterinnen einen guten Start. Die beiden Ältesten auf der Fläche konnten einnetzen, ohne dass die Gastgeberinnen erwidern konnten. Erst in der dritten Minute gelang der Heimmannschaft das erste Tor. Kurze Zeit später konnte Anna Herbst den 2-Tore-Abstand wieder herstellen. Doch dann hatten sich die Fortunen auf die TSV-Abwehr eingestellt. Vor allem die gegnerische Spielerin Babatz war nicht zu bremsen. Plötzlich stand es 7:4; ein Anlass für den Trainer, Jürgen Klink, schon in Minute 10 eine Auszeit zu nehmen. Die fruchtete nicht sofort. Ein Zwischenstand war nämlich 9:5. Aber langsam provozierten die Bützowerinnen bei den Fortunen Fehler, die zu schnellen Gegenstößen einluden. Bei einem Zwischenstand von 11:9 nahm der Heimtrainer seinerseits seine Auszeit. Ein gutes Zeichen für den TSV. Es hieß, die letzten Minuten weiter so konzentriert zu arbeiten. Das schafften die wenigen Mädels, die mitgereist waren, denn beim 13:13 ging es in die Pause.

Auch in der zweiten Hälfte setzten die Gäste alles ein, was sie konnten. Immer wieder brachen sie durch und erarbeiteten sich 7-Meter-Strafwürfe, die an diesem Tage Anne Behning allesamt verwandelte. Auch gute Kombinationen waren zu sehen. Das obwohl das Team um Klink dabei zwei neue Spielerinnen integrieren musste. Es war  über die gesamte Hälfte ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen, denn keiner Mannschaft gelang es, sich ordentlich abzusetzen. Mal war Bützow mit einem Tor vorn, mal Neubrandenburg. In Minute 57:04 stand es 21:21. Bützow war im Angriff. Der wurde gut herausgespielt auf die Linksaußen. Anne Behning – an diesem Tag auf ungewohnter Position – lief an, sprang und … Na ja, sie traf nicht, weil sie seitlich gestoßen wurde. Leider wurde das von den an diesem Tag gut pfeifenden Schiedsrichtern nicht gesehen. Abwurf vom Tor der Gastgeber. Gegenstoß. Im Rahmen der zweiten Welle erfolgte ein Angriff auf Außen, der verloren wurde. Dafür gab es 2 Minuten und einen 7-Meter-Strafwurf für Neubrandenburg. Der wurde sicher verwandelt. Es stand 22:21. Die letzten 30 Sekunden unternahmen die Mädels des TSV noch einen Versuch, ein Unentschieden zu retten. Mit der Schlusssirene erhielt der TSV noch einen 9-Meter zugesprochen. Den warf Katrin Horke unglücklich in ein Gesicht der Gegnerinnen, wofür sie noch „Rot“ erhielt. Katrin Horke hat sich sofort entschuldigt. Wir wünschen der Spielerin, dass keine schlimme Verletzung entstanden ist.

Die Mannschaft war etwas traurig über das verlorene Spiel. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Zu ausgeglichen war die Partie.“, so Trainer Klink. „Positiv ist aber der Kampfgeist hervorzuheben, das lässt für die nächsten Spiele hoffen“.

Für den TSV spielten:

Steffanie Praetzel und Maxi Wegner (Tor), Julia Kretschmer (6), Franziska Schmidt, Anne Behning (7), Katrin Horke (3), Katja Ehmke (2), Anna Herbst (2), Josefine Schreier, Neele Jepsen(1).