Männer als Sieger

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Gestern Derbyzeit in der Schröderhalle

„Das war ein ganz wichtiges Spiel für die Mannschaft“, so ließ sich Trainer Detlef Kröger nach dem Spiel gestern hören. Zufrieden sah er dabei auch aus.Wichtig nicht nur, weil man aus einem Derby immer gern als Sieger hervorgeht, sondern weil mal wieder ein Spiel gewonnen werden musste. Da geht es um Moral, Selbstvertrauen und auch um Freude am Spiel. Geht man dann am Ende so souverän vom Feld, wie unsere Erste, hat die Mannschaft alles richtig gemacht, selbst wenn nicht alles Gold ist, was glänzt. Es zählt der Sieg. Der fiel mit 32:24 überraschend hoch aus.

Die Mannschaft wirkte ganz konzentriert, als der Startpfiff kam. Mit dem ersten Wurf von Maximilian Veit ging sie in Führung und gab sie über das gesamte Spiel hinweg nicht mehr auf. Grundstein hierfür legte das Kröger-Team in der Abwehr, insbesondere über die Achse Bernhard Zisler und Steffen Klink. Die Bützower Deckung ließ ein ordentlich gebundenes Spiel der Gäste gar nicht richtig aufkommen. So wurden Angriffe abgewehrt und Gegenangriffe sauber herausgearbeitet. Problem war hier zunächst aber der Abschluss. Dreimal hintereinander wurde für den Linksaußen gespielt, doch Gästetorwart Benjamin Humke hatte auf alle drei Angriffe eine Antwort. Der nächste Angriff lief über Henning Zisler, der den Ball auch ins Netz brachte. Nun stand es 2:0. Inzwischen wurde auf links außen gewechselt. Erneut wurden mehrere Angriffe mit Abschluss auf Außen vorgetragen und nicht im Kasten untergebracht. Dass Schwaan daraus nicht mehr Kapital schlagen konnte, lag an dem ordentlichen Rückzugsverhalten der Bützower und daran, dass auch auf unserer Seite Martin Strigun parierte. Da relativ früh Henning Zisler in Manndeckung genommen worden ist, musste Maximilian Veit auf die Halbposition einrücken. Dort machte er seine Sache gut. Er zeigte Selbstvertrauen und brachte seine Würfe aus dem Rückraum am gegnerischen Torhüter vorbei. Nach 12 Minuten stand es 6:3. Wenige Minuten später waren die Gäste plötzlich bis auf einem Tor dran. Hier zeigte sich nun eine Schwäche im TSV-Abwehrverbund, die die Nachbarn erkannten. Doch man sah auch in dieser Phase, dass die Gastgeber nichts anbrennen lassen wollten. Teilweise antworteten sie auf ein kassiertes Tor innerhalb weniger Sekunden mit einem eigenen Treffer. Auf eine solch intensiv schnelle Mitte waren die Gäste nicht eingestellt. Immer wieder wurden Denny-Rico Pahl und Maximilian Veit in Szene gesetzt, sodass dem Schwaaner SV schon zur Halbzeit mit 17:12 ein wenig der Zahn gezogen worden ist.

Leider war die Halbzeitpause aus Bützower Sicht nicht gut. Die Männer brauchten 5 Minuten, um wieder in Fahrt zu kommen. Schwaan hingegen hatte sich offensichtlich etwas vorgenommen. Die Gäste verkürzten bis dahin auf 17:14. Endlich warf Sebastian Kröger ein ganz wichtiges Tor zum 18:14. Aber nun blieben die Gäste mit drei Toren Abstand erst einmal in Schlagdistanz. Jetzt hieß es diszipliniert zu bleiben. Drei Tore sind im Handball nichts. In der 37. Minute stand es sogar 18:16. Neun Sekunden später allerdings durch eine schnelle Mitte über Denny Pahl gleich wieder 19:16. Überhaupt war das gestern ein probates Mittel. Das kann einer Mannschaft den Nerv rauben, wenn sie sich selbst ein Tor hart erarbeiten muss und wenige Sekunden später gleich der Gegentreffer kommt. Jetzt war der Knoten geplatzt. Bützow enteilte Tor um Tor, nachdem auch im Tor gewechselt worden ist und Falk Schünemann einige Paraden gezeigt und Konter geworfen hatte. In Minute 54:28 verkürzten die Gäste noch einmal auf 27:24. Als 6 Sekunden später das 28. Bützower Tor fiel, gaben sich die Gäste auf. Trotz Unterzahl der Heimmannschaft schafften sie keinen Treffer mehr. Das auf beiden Seiten fair geführte Derby war für den TSV vorentschieden. Es endete verdient mit 32:24. Jubel von den Reihen und auf der Fläche.

Für Bützow spielten:

Falk Schünemann und Martin Strigun (beide im Tor), Steffen Klink (2), Yannick Laß, Denny-Rico Pahl (7), Thomas Necker, Maximilian Veit (13), Matthias Lembcke, Sebastian Kröger (2), Bernhard Zisler (3), Henning Zisler (2), Sebastian Ritter, Carsten Behning, Oliver Maegdefessel (3).