Befreiungsschlag der Frauen

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Spiel blieb bis zum Schluss spannend

 

Es war mal wieder an der Zeit, dass sich die Frauen für ihr hartes Training belohnen. Nach dem aktuellen Tabellenstand der Gastmannschaft schien das allerdings keine einfache Aufgabe zu werden. Uni Rostock logierte immerhin auf Platz 2. Nach dem gestrigen Spiel rutschte die Mannschaft jedoch auf den 4. Tabellenplatz ab. Das zeigt mal wieder, dass die Mannschaft nicht so weit von den anderen entfernt ist, wenn nur die eigenen Qualitäten genutzt werden. In einer spannenden Begegnung setzte sich nämlich tatsächlich der TSV Bützow am Ende mit 28:25 durch. Die Freude über die Team-Leistung war riesengroß nach den letzten ernüchternden Begegnungen.

Gleich zu Beginn der Begegnung war zu erkennen, dass sich die Mannschaft gut auf die Gegnerinnen eingestellt hatte. In der Abwehr zeigte man Präsenz. Im Angriff wurden an den Positionen kleine Veränderungen vorgenommen. Auch das schien sich positiv auszuwirken, wenngleich immer noch keine Nervenstärke dokumentiert worden ist. Wie in den vorangegangenen Spielen gab es immer noch nervöse Abspiel- und Fangfehler. Aber klar war, dass man mit dieser Formation einen neuen Versuch starten wollte, dem Gegner das Leben schwer zu machen. Das ist ganz gut gelungen. Celina Bollow-Garlipp hatte einen Sahnetag erwischt und schenkte nach Belieben ein. Neben ihr fügten sich auch Leonie Heinrich und Emily Koziol in die erfolgreichen Torschützen ein. So gab es einen regen Schlagabtausch. Mal ging Bützow, mal Rostock in Führung. Beim 10:10 deutete es sich an, dass es für beide Mannschaften um einen Arbeitssieg gehen wird. Das hatten auch die Offiziellen der Uni-Mannschaft wahrgenommen und kurz davor zu einer Auszeit gebeten. Danach folgten auch Tore von Anna Blank und Franziska Schmidt. Vor allem Anna zeigte gestern deutlich mehr Tiefe in ihren Aktionen. Sie machte klar, dass sie ihre neue Position auch annehmen will. Dadurch wurde der TSV in seinen Angriffen gefährlicher. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte sich Bützow eine 2-Tore-Führung zum 16:14 herausarbeiten. Das eigentliche Ziel, in der Abwehr weniger Gegentore zu erzielen, wurde damit allerdings noch nicht erreicht. Dazu ist die Information wichtig, dass Juliane Kaiser bis dahin schon 13 Paraden hatte. Leider war auch an diesem Tag nicht jede Parade auch ein Ballgewinn für die Heimmannschaft. Daran muss man also noch feilen. Klar war, nach der Pause musste weiter an der Deckung gearbeitet werden.

 

Pausen sind manchmal gar nicht gut. Schon nach 3 Minuten hatten die Gäste den Rückstand nicht nur egalisiert, sondern gingen mit einem Tor zum 16:17 in Führung. Gut, dass Celina unbekümmert weiter auf Torjagd ging. Schnell hatten sie und Anna zum 18:17 vorgelegt. Jetzt kam eine Phase, die der 1. Baustein für eine erfolgreiche Partie der Warnowstädterinnen sein sollte. Die Abwehr wurde immer beweglicher und konnte die schnellen Balltransporte der Gäste unterbinden. Nun häuften sich auch die technischen Fehler der Hansestädterinnen. Zum Teil wurden sie vom TSV zu schlecht vorbereiteten Abschlüssen gebracht. Obwohl Jule gesundheitlich nicht auf dem Posten war, war sie es aber weiterhin zwischen den Pfosten. Plötzlich hatte der TSV sogar mal einen 3-Tore-Vorsprung. In der 40. Minute stand es 22:19. Doch dieser Vorsprung wurde fast noch wieder verspielt, als die Rückraumspielerin Zädow aus Rostock zum 24:23 an Jule vorbeikam. Erneut waren es Celina und Emily, die den Gästen den Zahn ziehen wollten. Das führte beim 26:23 zu einem Team-Time-out der Gäste. Es sollte noch einmal gegengesteuert werden. Das gelang jedoch nicht. Die Fehlerrate bei den Gästen nahm zu. Bützow konnte den Vorsprung halten. Auch wenn Celina (14 Treffer) und Jule (20 Paraden) gestern herausragten, war es eine Mannschaftsleistung. Im Angriff klappt noch nicht alles, in der Deckung war jedoch schon viel Heraushebenswertes zu beobachten. Wir nennen das jetzt mal eine neue Geschlossenheit. Damit kann man auch viele andere Mannschaften ärgern.

Freude über den Sieg.

Für Bützow:

Cosima Drews, Juliane Kaiser (Tor)

Pia Selke (1), Franziska Schmidt (1), Ina Müller, Anna Lena Nockemann, Emily Koziol (2), Celina Bollow-Garlipp (14), Sophie Zarse (2), Samantha Warnick, Lina Burkschat, Leonie Heinrich (3), Anna Blank (5).